Asien  

   

Afrika  

   

Im Herzen Asiens liegt Nepal zwischen dem tibetischen Hochland im Norden und Indien im Süden an den Hängen des mächtigen Himalaya. Nepals Landesfläche ist etwa halb so groß wie Deutschland und wird von etwa 30 Millionen Menschen bewohnt. Nepals Bevölkerung bildet eine sehr interessante und vielschichtige Struktur.

 

Nepal ist ein kleines aber sehr vielseitiges Reiseland. Etwa 80 Prozent des Landes werden von Gebirgen bedeckt und stellen die Bevölkerung vor große Herausforderungen. Denn über 80 Prozent der Menschen leben auf dem Lande – der größte Teil in den ergiebigen Ebenen im Süden des Landes oder an den südlichen Gebirgshängen. Hier ist die Landwirtschaft leichter zu bewältigen und das Leben nicht so hart.

Nepal besitzt aufgrund seiner Topografie viele verschiedene Klimazonen. Die Ebenen der subtropischen Terai Region im Süden des Landes liegen etwa 100 Meter über dem Meeresspiegel. Hier bestimmen weite Reisfelder das Land; zwischendurch Oasen von Mangobäumen und Dörfer inmitten von Palmenwäldern.

Weite Gebirgszüge bestimmen das Land nördlich der Ebenen.

 

Neben der einzigartigen Landschaft sind es die Menschen, die dieses Land so einzigartig machen.

 

Etwa 80 Prozent der Bevölkerung sind Hindus. Weiter sind etwa 15 Prozent der Bevölkerung Buddhisten – sie leben besonders im ehemaligen Königreich Mustang und im Everest Gebiet. Die weiteren etwa 5 Prozent der Bevölkerung sind Muslime, Christen und kleinere Religionsrichtungen. Der Hinduismus ist die Staatsreligion, wobei alle Glaubensrichtungen ihre Religion offen leben können.

 

Nepals Landesfläche lässt sich grob in drei Regionen gliedern: das subtropische Terai Gebiet etwa 70 bis 150 Höhenmetern, das zentrale Land mit Gebirgszügen bis etwa 3.500 Höhenmetern sowie die alpinen Hochgebirgsregionen. Diese drei geografischen Regionen beeinflussen auch die ökonomischen und kulturellen Lebensweisen der Bevölkerung im Land.

Nepals Norden und Osten ist von den mächtigen Gebirgszügen des Himalaya geprägt. Auf der nepalesischen Landesfläche befinden sich acht der höchsten Berge der Welt – unter ihnen ist der Mount Everest mit 8.848 Höhenmetern der weltweit höchste Gipfel.

Knapp die Hälfte des Landes liegt über 3.000 Höhenmetern. Die Regionen des Terai sind Teil der Gangesebene. Über die Hälfte der Bevölkerung siedelt in diesen fruchtbaren und ungefährdeten Regionen, die nur etwa zehn Prozent der Landesfläche ausmachen. Das Terai ist das Hauptwirtschaftsgebiet für Industrie und Landwirtschaft.

Der Gebirgszug der Chure Berge erstreckt sich nördlich des Terai durch das Land mit einer durchschnittlichen Höhe von 900 Metern. Einige Berge erreichen Höhen bis 1.350 Metern.

Weiter nördlich grenzt der Mahabharat Gebirgszug mit Höhen von 1.500 Metern bis 2.700 Metern. Charakteristisch für die wasserbewahrenden kultivierbaren Böden entstanden hier große Terrassenfelder. In den tieferen Höhenlagen stehen Reste des subtropischen Regenwaldes.

Drei große Flüsse durchqueren diese Landstriche: der Karnali, der Narayani und der Rapti Kosi.

Zwischen den Mahabharat Bergen und dem Himalaya liegt zwischen 1.000 und 2.000 Höhenmetern der breite Gürtel der Pahar Ebene mit ihren weiten und sehr fruchtbaren Tälern. Hier lebt etwa die Hälfte der Bevölkerung. Besonders sind die zentrale und östliche Region kultiviert.

Das Gebiet um Pokhara am Fuße des Annapurna genießt eine natürliche Barriere, die die Regenfälle im Frühjahr oder zur Monsunzeit aufhält. Zur Folge regnet es in dieser Region überdurchschnittlich viel im Jahr.

Ein weiteres Extrem stellt die Region um Jumla im zentralen Norden des Landes dar. Gebirgszüge über 4.000 Höhenmeter bewahren diese Region vor den Monsunregenfällen. Charakteristisch sind weite unberührte Täler, schneefreie Gipfel und eine trockene Vegetation.

Das Himalaya Gebirge stellt die natürliche Grenze zu Tibet dar. Auf Nepals Landesfläche befindet sich etwa ein Drittel des Gebirgsmassivs mit 10 der weltweit 14 8.000er Gipfeln.

Die Berge sind bis etwa 2.700 Höhenmetern in Terrassen bewirtschaftet. Nördlich des Himalaya liegt eine wüstenähnliche Region vergleichbar mit dem tibetischen Plateau. Hier liegen im Schatten des Monsun die trockenen Berge und Täler von Mustang , Manang und Dolpo. Ursprüngliche Felsformationen vergleichbar mit verfallenen Festungen sind sehr charakteristisch für diese Regionen.

 

Der Monsun bestimmt Nepals zwei Jahreszeiten. Die Trockenzeit verläuft von Oktober bis Mai. Von Juni bis September herrscht die feuchte Monsunzeit. In den Sommermonaten von Mai bis September kann es in Kathmandu sehr heiß werden bevor der Monsun Nepal erreicht.

An den Wintermonaten Oktober bis April erreichen die meist sonnigen Tage etwa 20 Grad Celsius. In den Nächten können die Temperaturen bis zum Gefrierpunkt sinken.

Im Kathmandutal schneit es so gut wie nie und in den höheren Lagen ist das kältere Wetter auch sehr trocken.

Etwas tiefer als Kathmandu gelegen genießt Pokhara wärmeres und angenehmeres Wetter im Winter. Im Sommer ist es heißer sowie während der Monsunzeit deutlich feuchter.

 

Die beste Reisezeit für einen Besuch in Nepal liegt in den Monaten April bis Mai sowie von August bis Oktober.

 

In Nepal ist die nepalesische Rupie das offizielle Zahlungsmittel. Einem Euro entsprechen ungefähr 120 nepalesische Rupien.

 

 

   
© Mandib