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Indien Rundreisen  

   

Manali

 

Allgemein können die Klimaverhältnisse in Indien in drei Jahreszeiten eingeteilt werden.

 

Shiva1Die optimale Reisezeit für Indien liegt in der kühleren Jahreszeit zwischen Oktober, wenn sich der Monsun wieder verabschiedet hat, und Februar. Das Wetter ist meist angenehm - vergleichbar mit dem europäischen milden Sommer. Ab Februar wird es dann langsam wärmer.

 

Im März steigen die Temperaturen schon recht hoch hinauf. Von April bis Juni verläuft die heißeste und sehr trockene Jahreszeit. Im Mai und Juni kann es unerträglich heiß werden. Ab Ende Mai kann sich in den südlichen Regionen bereits die Monsunzeit ankündigen mit einer höheren Luftfeuchtigkeit und kurzen Gewittern.

Für einen Besuch in den Nationalparks im zentralen Indien können wir auch die Monate März bis Mai sehr empfehlen. Die Temperaturen können zu dieser Zeit zwar bis weit über dreißig Grad ansteigen, jedoch erlaubt der trockene und karge Bewuchs zu dieser Zeit die besten Gelegenheiten für das Beobachten der Tierwelt.

 

GaneshaDie Monsunzeit beginnt im Süden Indiens bereits im Juni und breitet sich in den folgenden Monaten allmählich über den gesamten indischen Subkontinent aus.

Die feuchte Zeit dauert in der Regel bis Ende August / Anfang September.

An der südlichen Küste kann es in der Zeit zwischen Oktober und Anfang Dezember oft noch sehr heftig regnen.

Die Wetterverhältnisse in den Bergregionen unterscheiden sich aber sehr stark von denen in den südlichen Regionen. Im Norden und in Höhenlagen kann es nachts auch in den heißen Monaten recht kühl werden und in den Wintermonaten empfindlich kalt. Für die Bergregionen wie Sikkim oder Ladakh liegt die optimale Reisezeit zwischen Juni und Oktober.

 

 

ReligionIndien ist mit einer Gesamtfläche von knapp 3,3 Millionen Quadratkilometern der weltweit siebtgrößte Staat. Indien hat mehr als die neunfache Fläche von Deutschland aber die 13,5 fache Einwohnerzahl und ist damit die weltweit größte Demokratie.

 

Indien ist ebenso eine Bundesrepublik, mit Delhi als Hauptstadt (mit knapp vierzehn Millionen Bewohnern), aufgeteilt in 28 Bundesstaaten südlich des Himalaya Gebirges begrenzt durch den Golf von Bengalen im Osten, durch den Indischen Ozean im Süden und das Arabische Meer im Westen.

Die Landesgrenze teilt sich Indien mit Bangladesch und Myanmar im Osten, mit Bhutan, Nepal und Tibet im Norden sowie mit Pakistan im Westen.

 

GandhiDie offizielle Amtssprache ist Hindi. Aber etwa zwanzig weitere Sprachen und unzählige Dialekte erlauben kaum eine gemeinsame Verständigung zwischen den Bewohnern der nördlichen und südlichen Bundesstaaten.

 

Die Währung ist die indische Rupie. Für einen Euro erhält man etwa 67 indische Rupien

 

 

Religion2Die Religion und die Familie sind die großen Eckpfeiler der indischen Gesellschaft.

Die Spiritualität hält im Alltag in Indien einen großen Einfluss. Die Götter werden überall um ihren Segen gebeten.

Die Inder sind ein sehr stolzes und fleißiges Volk und stolz auf seine Informationstechnologie, Wissenschaft, Medizin und natürlich seine Literatur Film und seine Kricket Stars.

 

Indien ist ein sehr tolerantes Land - steht sich selbst aber immer wieder durch seine strengen Traditionen und veralteten gesellschaftlichen Regelungen im Weg.

FlammeDas Horoskop und die Zugehörigkeit in einer der ja staatlich offiziell eigentlich abgeschafften Kasten haben weiterhin einen großen Einfluss auf das gesellschaftliche Leben und bestimmen beispielsweise über die Zukunft eines Liebespaares. Auch arrangierte Hochzeiten und die eigentlich illegale Mitgift haben - vor allem in den ländlichen Regionen - sind weiterhin sehr vertreten.

Traditionell beschreiben die Kasten die soziale Stellung in der hinduistischen Gesellschaft. Jeder Hindu ist bestrebt, seine "moralischen Pflichten" entsprechend seiner Kaste zu erfüllen, um in eine höhere Kaste mit folglichen besseren Lebensumständen wiedergeboren zu werden.

In vier Kasten ist die Gesellschaft strukturiert. Die oberste Kaste ist die Brahmana für die Priester und Gelehrten. Es folgen die Kaste Kshatriya der Soldaten und die Kaste Vaishya für die Kaufleute sowie die Kaste Shudra für die Arbeiter.

Unterhalb der vier Kasten sind die Dalits - die "Unberührbaren" eingestuft. Sie verrichten die niederen Tätigkeiten wie die Straßenkehrarbeiten.

Heutzutage werden seitens der Regierung die Angehöhrigen der untersten Schicht durch Stipendien an Universitäten oder durch die Bereitstellung eines enormen Kontingents an Arbeitsplätzen im öffentlichen Bereich sowie im Parlament löblich gefördert.

 

Mit etwa achtzig Prozent ist der Hinduismus die wichtigste Religion in Indien. Die größte Minderheitenreligion ist mit etwa zwölf Prozent der Islam. Weitere Religionen ist das Christentum in den südlichen Regionen, die Sikhs im nördlichen Bundesstaat Punjab, der Buddhismus in den Bergregionen und der Jainismus im westlichen Bundesstaat Gujarat.

 

HausEtwa acht Prozent der indischen Bevölkerung stellen die sogenannten Adivasi dar. Adivasi bedeutet übersetzt so viel wie "die ersten Menschen" - also die Ureinwohner Indiens.

Die Adivasi werden auch als indigene Stammesvölker bezeichnet. Die Adivasi sind keine homogene Bevölkerungsgruppe. Sie leben traditionell in kleinen individuellen unabhängigen Kleingesellschaften abseits der späteren indischen Königstümer. Erst die britischen Kolonialherren unterstellten die Adivasi ihrer Verwaltung, verpachteten deren Felder und besteuerten deren Produkte aus Wald- und Landwirtschaft.

Sie wurden so von den Kolonialherren von ihren ursprünglichen Siedlungsgebieten verdrängt und mit ihrem Lebensraum auch großteils um ihre Lebensgrundlage gebracht.

Tempel2Die größten Völker sind die Koli und Bhil im Westen, die Gond, Khond, Savara, Gadaba in Zentralindien, Dafla, Naga, Khasi, Garo im Nordosten, Oraon, Munda, Ho, Santal im Osten und die Chenchu, Sholega, Toda, Kota, Irula, Kurumba und Kadar im Süden Indiens.

Die in den Dörfern lebenden Adivasi teilen eine Tradition, die von der starken Verbindung zur Natur und zum eigenen Land, einer ganzheitlichen und das gesamte Leben durchdringenden Religion, traditionellen Tänzen, Musik und Festen in der Dorfgemeinschaft getragen wird.

Die meisten Adivasigemeinschaften sind nach wie vor im gemeinschaftlich bewirteten Ackerbau, in der Viehhaltung und im Handwerk tätig und dies meist nur zur eigenen Versorgung.

Zusammen mit der Kaste der Dalits (der "Unberührbaren") gehören die Adivasi zu den ärmsten Menschen in Indien.  Sie werden in der indischen Gesellschaft als Ausgestoßene behandelt, obwohl die indische Verfassung ihnen ebenso die Minderheitenrechte einräumt.

 

 

Die Hindus glauben wie die Buddhisten daran, dass jedermans Verhalten sein Karma beeinflusst und damit bestimmt,in welche Lebenssituation einjeder hineingeboren wird.

So ist jeder Gläubige bestrebt, durch entsprechendes Verhalten genügend Selbsterkenntnis zu erwerben, um irgendwann die Erlösung zu erfahren und die Möglichkeit zu erhalten sich dem Kreislauf der Wiedergeburten zu entziehen.

 

StatueIm Hinduismus existieren unzählige Gottheiten, die jeweils als Erscheinungsformen der Quelle allen Lebens verehrt werden.

Brahman ist das Eine; bezeichnet die unveränderliche, unendliche, immanente Realität. Es stellt die Quelle allen Lebens dar.

Alle Götter sind Erscheinungsformen von Brahman dar mit individuellen Eigenschaften.

Die wichtigsten (Haupt-) Gottheiten sind Brahma als der Hauptgott (der Schöpfer), Vishnu (der Bewahrer) und Shiva (der Zerstörer). Sie repräsentieren das formlose Brahman.

Zusammen bilden sie die Trimurti (drei Formen) und stellen so die Vereinigung der drei sich gegenseitig bedingenden und ergänzenden kosmischen Funktionen der Erschaffung, Erhaltung und Zerstötung bzw. Umformung dar. Die Trimurti symbolisiert, dass sämtliche göttlichen Wirkungen von einer Einheit ausgehen.

Saraswati (die Fließende) ist die Göttin der Weisheit und Gelehrsamkeit. Sie gilt als weibliche Kraft des Hauptgottes Brahma. Sie wird in der hinduistischen Mythologie als die Gattin von Brahma dargestellt. Sie scheint dem Hauptgott untergeordnet - jedoch gilt die Anbetung der Hindus hauptsächlich ihr, während die Verehrung des Brahma weitgehend ausgestorben ist.

   
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