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Bishkek – Karakol – At Jailoo – Inylchek Gletscher – Putevodniy Gletscher – Mertzbakher Alpe und See – Komsomolskiy Gletscher – Dikiy Gletscher – Süd Inylchek Basislager – Kakara – Bishkek

 

1. Tag: internationaler Flug von Frankfurt am Main nach Bishkek

Wir reisen in Eigenregie innerhalb Deutschlands zum Flughafen Frankfurt am Main.

 

2. Tag: Bishkek – Karakol (400km)

Wir erreichen Bishkek in den frühen Morgenstunden. Nachdem wir herzlich willkommen geheißen wurden, fahren wir zu unserem Hotel in Bishkek.

Nach einer kurzen Erfrischungspause und einem verspäteten Frühstück verlassen wir auch schon Bishkek und fahren etwa sechs bis sieben Stunden nach Karakol. Zu Mittag picknicken wir unterwegs in einer landschaftlich schönen Umgebung. Unser Abendessen genießen wir im Hotel in Karakol

 

3. Tag: Karakol – At Jailoo Basislager (2.500m) (200km)

Nach dem Frühstück erkunden wir Karakol. Das verschlafene aber sehr interessante russische Städtchen liegt östlich des Issyk Kul am Fuße der prächtigen Berge des Tien Shan. Es wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts von den Kosaken als wichtige Garnisonsstadt gegründet und hat das typische Aussehen einer russischen Kolonialstadt.

Wir besuchen die Dungan Moschee, die einzigartig im chinesischen Stil erbaut wurde. Weiter besuchen wir die alte russisch-orthodoxe Dreifaltigkeitskirche, die aus Holz ohne einen einzigen Nagel erbaut wurde.

Mittagessen genießen wir in einem örtlichen Café. Anschließend fahren etwa sechs Stunden zur 200 Kilometer entfernten Basislager und Startpunkt unserer Wandertour At Jailoo. Die Fahrt führt uns entlang traditioneller Dörfer, vorbei an der Schlucht Turguen Ak Suu und weiter zum Ashuu Chon Pass (3.808m). Wir fahren vorbei am Sary Jaz, einem der größten Flüsse in Kirgisistan und erreichen am frühen Abend das At Jailoo Basislager.

Abendessen und Übernachtung in Zelten.

 

4. Tag: At Jailoo Camp – Iva Camp (2.900m)

Heute starten wir mit der ersten Etappe unserer Wandertour.

Nach einem zeitigen Frühstück wandern wir entlang des Inylchek Flusses zum Fuße des Inylchek Gletschers. Wir starten sehr früh, damit wir den Fluss Jailoo bei niedrigem Wasserstand gut überqueren können. Eine Stunde später erreichen wir den Ort Prijim. Es hängt davon ab, wie der Merzbacher Gletschersee sein Wasser abfließen lässt und wir den Fluss hier gut überqueren können oder einen einstündigen Umweg gehen müssen.

Der Inylchek ist der größte Gletscher und das Herzstück der zentralen Tien Shan Gebirgsregion. Mit einer Länge von 62 Kilometern und einer Breite von 3 Kilometern ist der Inylchek Gletscher der drittgrößte Gletscher weltweit außerhalb der Polarregionen. Es wird geschätzt, dass der Gletscher das gesamte Land mit seinem Schmelzwasser drei Meter unter Wasser setzen könnte.

Während der Sowjetzeit war diese Region für Ausländer nur begrenzt zugänglich. Erst nach der Auflösung der Sowjetunion im Jahre 1991 besuchten wieder Ausländer diese fantastische Bergregion.

Wir erreichen unser 18 Kilometer entferntes Etappenziel in etwa fünf bis sieben Stunden.

Übernachtung in Zelten

 

5. Tag: Iva Camp – Glina Camp (3.100m)

Unsere heutige Wanderung über acht Kilometer bis zu unserem Etappenziel dauert etwa fünf bis sechs Stunden.

Nach dem Frühstück starten wir unsere heutige Wanderung gegen neun Uhr. Heute bewältigen wir den - besonders in der zweiten Tageshälfte - anstrengendsten Abschnitt unserer Route. Der Pfad verläuft entlang der Moräne ständig - streckenweise recht steil - hinauf und bergab bis wir den Putevodnyi Gletscher erreichen. Wir nehmen hier unser Mittagessen (Lunch Box) ein. Einen schmalen, sehr abwechslungsreichen Pfad geht es weiter bergauf. Wir haben stets die unberührte Schönheit des Gletschers und die bezaubernde Wildnis im Blick. Wenn wir unser Gina Camp erreichen, werden wir bereits mit Kaffee und Tee erwartet.

Übernachtung in Zelten

 

6. Tag: Putevodnyi Gletscher – Merzbacher Wiesen (3.400m)

Unsere heutige neun Kilometer lange Etappe dauert etwa fünf bis sechs Stunden.

Nach dem Frühstück wandern wir entlang der Moräne, überqueren einen kleinen Gletscher, vorbei an einem kleinen Fluss erreichen wir gegen Mittag einen kleinen See. Hier genießen wir unser Picknick. Wir können hier an diesem idyllischen Ort verweilen und ausruhen sowie im kristallklaren See schwimmen. Es dauert nur noch etwa eine Stunde bis wir das Camp erreichen. Am Camp angekommen eröffnet sich uns eine wunderbare Aussicht auf den Merzbacher See. Die herrlichen Merzbacher Wiesen bilden die letzte grasbewachsene Fläche am Gletscher. Sie erscheinen wie eine Oase inmitten der spektakulären Berglandschaft

Auf dem Gletscher befindet sich eine wissenschaftliche Forschungsstation. Wissenschaftler aus der ganzen Welt kommen jeden Sommer hierher. Sie studieren die Gletscherbewegung, die meteorologische Situation dieser Region sowie den Merzbacher See.

Wir übernachten in Zelten auf der Weide.

 

7. Tag: Merzbacher Wiesen - Merzbacher See

Unsere heutige Wandertour über zehn Kilometer bewältigen wir in etwa vier bis fünf Stunden. Nach dem Frühstück starten wir gegen zehn Uhr unsere Wanderung entlang des Inylchek Gletschers zum Mertzbacher See. Das Gletschergebiet besteht aus Eis, bedeckt von Felsen, Steinen und Sand. Zwischen den nördlichen und südlichen Ausläufern des Gletschers liegt der geheimnisvolle Merzbacher See. Der Eisstausee ist ein besonderes Naturphänomen. Der See bricht eines Tages im Sommer die Eisbarriere auf und sein Wasser fließt in den Inylchek Fluss. Der See ist sechs Kilometer lang und einen Kilometer breit. Er ist durch eine Brücke aus Eis in zwei Teile geteilt. Während der untere Teil abfließt, bleibt die zweite Hälfte des Sees bestehen. Das Wasser des Sees fließt zweimal im Jahr ab – einmal im Sommer und einmal im Winter. Der deutsche Geograf und Bergsteiger Gottfried Merzbacher hat 1903 diesen See entdeckt, während er eine Expedition in das Tien Shan Gebirge zum Gipfel des Khan Tengri leitete. Durch das Eis zurück gedrängt von der ursprünglichen Route über den Byankol Pass und entlang der Gletscher Semyenov und Mushketov, versuchte die Expedition einen anderen Weg entlang des Enilchek Gletschers. Aber sie hatten erneut keinen Erfolg, haben aber bewiesen, dass der Khan Tengri sich in der Tat auf einem Bergrücken befindet

Die Expedition wird berühmt aufgrund der Entdeckung des geheimnisvollen Sees, der nun den Namen Merzbacher trägt.

Wir übernachten in Zelten.

 

8. Tag: Merzbacher See – Komsomolskiy Gletscher (3.800m)

Heute legen wir zwölf Kilometer in etwa vier bis sechs Stunden bis zu unserem kommenden Nachtquartier zurück.

Frühstück um 8 Uhr. Wir brechen heute nach dem Frühstück gegen neun Uhr auf. Wir wandern entlang wunderschöner abwechslungsreicher Landschaften aus Schnee, Felsen und Eis. Unser Weg führt über Terrassen und Eisflüsse bis wir kurz vor dem Shokalskyi Gletscher etwas absteigen. Wir erreichen den Gletscher und die schwarze Moräne, die vom Komsomolez Gletscher fließt. Wir folgen ihr bis wir diesen Gletscher erreichen. Das Gelände ist sehr vielfältig: Flüsse, Canyons, Abstiege und Steigungen. Die Wanderung nimmt viel Zeit und Energie in Anspruch.

Wir werden die erste Nacht auf dem Gletscher verbringen. Starke Winde beginnen in der Regel gegen 16 Uhr am Nachmittag. Es könnte auch ein wenig kälter sein als zuvor. Heiße Getränke sind sehr hilfreich. Unser Abendessen genießen wir wie gewohnt gegen 18 Uhr.

Übernachtung in Zelten.

 

9. Tag: Komsomolskiy Gletscher – Dikiy Gletscher (3.900m)

In angenehmen drei bis fünf Stunden wandern wir heute über sieben Kilometer.

Frühstück um acht. Wir starten heute gegen neun Uhr. Das Wandern in dieser Region des Tien Shan ist absolut fabelhaft. Die Besonderheit der Region ist die große Anzahl namenloser, unberührter etwa 5.000 Meter hoher Gipfel. Das Gebirgspanorama ist atemberaubend.

Wir überqueren eine Gletschermoräne des Proletarsky. Wir gelangen auf den Grat der Moräne des Dikyi Gletschers und wandern direkt zum Dikyi Gletscher.

Der erste Teil unserer Wanderung ist uneben. Wir wandern stets bergauf und ab. Nähern wir uns auf der Moräne dem Gletscher wird der Weg gleichmäßiger.

Nach der Mittagspause gehen wir direkt hinauf zum Proletarsky Gletscher. Unser Lager erreichen wir eine halbe Stunde hinter dem Gipfel des Pesnya Abaya.

Vom Dikyi Camp haben wir bei Tee und Kaffee eine herrliche Aussicht auf den Khan Tengri und vielen weiteren imposanten Gipfeln des Tien Chan Gebirges.

Das Abendessen genießen wir wieder gegen 18 Uhr.

Übernachtung in Zelten.

 

10. Tag: Dikiy Gletscher – Süd Inylchek Basislager (4.100m)

Wir wandern heute etwa vier bis sechs Stunden über acht Kilometer. Wir haben heute die Option, auf den Pesnya Abaya (4.901m) zu steigen.

Nach dem Frühstück brechen wir gegen zehn Uhr auf. Wir überqueren den gesamten Gletscher bis zur zentralen Moräne. Hier befindet sich das Basislager.

Wir wandern bequem über Felsen, Eis, Bächen und Seen und erreichen gegen 14 Uhr ohne Anstrengung das Basislager, das wunderbare Ziel unserer Wandertour. Wir genießen unser Mittagessen und genießen und entspannen am Nachmittag.

Das Inylchek Basislager liegt ideal im Herzen des nördlichen Tien Shan Gebirges am Fuße südlich des Inylchek Gletschers. Wir genießen den herrlichen Blick auf die Gipfel des Khan Tengri (7.010m) und Pobeda (7.439m).

Wir übernachten wieder in Zelten.

 

11. Tag: Inylchek Basislager (4.100m)

Ruhetag und Erholung im Inylchek Basislager. Genießen wir in Ruhe die spektakuläre schneebedeckte Hochgebirgslandschaft. Wir können auch zum Khan Tengri wandern. Übersetzt bedeutet sein Name „Himmelsherrscher“. Der Khan Tengri ist der zweithöchste Berg des Tien Shan Gebirges und einer der atemberaubendsten.

Wir befinden uns nun im Herzen des Tien Shan Gebirges und die Eindrücke sind überwältigend.

Das Basislager ist vom 7. Juli bis zum 5, September jedes Jahr offen für Reisende. Es ist ein sehr interessantes Ziel nicht nur für Bergsteiger mit seiner phänomenalen Aussicht auf die Tien Chan Gebirgszüge. Der Sonnenuntergang über den Gipfeln ist einzigartig. Die untergehende Sonne färbt die schneebedeckten Berge in ein leuchtendes rotes Feuer.

Das Zeltlager ist gut ausgestattet mit komfortablen Zelten, Aufenthaltszelten sowie Dusch- und Saunazelt und Toiletten.

Übernachtung in Zelten.

 

12. Tag Helikopter Flug nach Karkara am Issyk Kul See

Nach dem Frühstück fliegen wir mit dem Helikopter nach Karkara und erleben noch einmal die überwältigende Landschaft des Tien Shan vom Helikopter aus.

Wir fahren am Nachmittag etwa drei Stunden zum Issyk Kul See, dem nach dem Titikakasee in Südamerika zweitgrößten Bergsee der Welt. Als das Ergebnis von vulkanischen Aktivitäten ist der See heute 182 Kilometer lang und 58 Kilometer breit. Er wird vom Grund durch bestehende thermische Aktivitäten erhitzt und friert selbst im Winter nicht zu. Im Sommer erreicht das Wasser eine Temperatur von 25 bis 28 Grad Celsius (wärmer als die Außentemperatur!) und wir können im See angenehm schwimmen und relaxen. In der Ferne erblicken wir die mächtigen schneebedeckten Gipfel des Tien Shan Gebirges.

Sehr tief und angenehm warm entwickelte sich der See über die Jahrhunderte zu einer Oase in dieser unwirtlichen Bergwelt. Mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt gehört der Issyk See und die umliegende Landschaft zu den bemerkenswertesten Regionen Zentralasiens.

Wir übernachten im Hotel. Unser Abendessen genießen wir im Hotel.

 

13. Tag: Issyk Kul See – Bishkek (250 Kilometer)

Nach dem Frühstück steht uns der Vormittag zur freien Verfügung. Wir können noch einmal im See baden gehen oder eine Bootsfahrt unternehmen.

Nach dem Mittagessen fahren wir am Nachmittag zurück nach Bishkek.

Wir fahren durch die enge Boom Schlucht – dem Tor zum Issy Kul See. Hier überqueren wir den Chu Fluss. Dieser ist sehr beliebt für Rafting Touren (bis zum Schwierigkeitsgrad 6!)

Unterwegs besuchen wir den historischen Komplex „Burana Tower“, ein großes Minarett in der Nähe der Stadt Tokmok im Chuy Tal im Norden Kirgisistans. Er bildet neben einigen Grabsteinen, drei Mausoleen und den Schlossruinen die Überreste der antiken Stadt Balasagun. Gegründet von den Karakhaiden im neunten Jahrhundert war sie die Hauptstadt des Karakhanid Staates für die nächsten zwölf Jahrhunderte. Wir erkunden die Ruinen dieses ehemaligen wichtigen Handelspunktes an der Seidenstraße. Wir besuchen weiter ein kleines Heimatmuseum und erfahren viel über diese alte Zivilisation. Auch eine Sammlung von Balbals, alten türkischen Gräbern, finden wir hier.

Eine traurige Legende ist eng mit der Geschichte des Turms verbunden. Eine Hexe warnte den damaligen König, dass seine neugeborene Tochter im Alter von 18 Jahren sterben sollte. Um seine Tochter zu schützen, baute der König einen hohen Turm, in welche er sie versteckte. Niemand betrat den Turm, nur die Diener der Tochter brachten ihr zu Essen und zu Trinken. Die Tochter wuchs alleine heran zu einer wunderschönen jungen Dame. Eines Tages jedoch hat sich eine giftige Spinne im Essen versteckt, welches die Tochter von ihren Dienern bekam. Die Spinne biss die Tochter und sie starb im Turm im Alter von 18 Jahren.

Wir übernachten in einem Hotel in Bishkek. Abendessen in einem lokalen Restaurant.

 

14. Tag: Bishkek

Nach dem Frühstück erkunden wir die Hauptstadt Kirgisistans.

Ruhig und entspannt wirkt die Hauptstadt Kirgisistans auf uns. Sie ist eine wunderbare grüne Stadt mit vielen lohnenswerten Museen und einer reizvollen Kombination aus traditionellen Häusern und Gebäuden aus der Sowjetzeit.

Bei einem Besuch des Osh Bazar schauen wir dem bunten Geschehen zu und erleben den Zauber Zentralasiens. Hier wird nahezu alles angeboten, Nahrungsmittel, Kleidungsstücke, Werkstücke, etc.

Die kirgisische Ala Too Bergkette bildet eine fantastische Kulisse.

Wir übernachten im gleichen Hotel in Bishkek.

Bei einem Abschiedsessen in einem lokalen Restaurant lassen wir noch einmal die wunderbaren Eindrücke unserer Reise Revue passieren und genießen noch einmal die kirgisische Gastfreundschaft.

 

15. Tag: Abflug nach Frankfurt am Main

Nach dem Frühstück fahren wir zum internationalen Flughafen von Bishkek und fliegen zurück nach Frankfurt am Main.

Wir reisen nach Ankunft in Frankfurt am Main in Eigenregie nach Hause.

Hinter uns liegt eine fantastische Wandertour im Herzen Zentralasiens.

   
© Mandib