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Wenn man von China spricht, fallen einem in der Regel zuerst die beeindruckende Große Chinesische Mauer, die Verbotene Stadt oder die Terrakotta Armee ein - neben Peking und Shanghai vielleicht noch die Drei Schluchten in Zusammenhang mit dem Drei Schluchten Staudamm. Dabei hat China so viele atemberaubende Naturwunder zu bieten, von einzigartiger Schönheit.

 

 

Der Zhangjiajie Nationalpark gehört mit zu den erstaunlichsten Naturschauspielen Asiens mit seiner bizarren bergigen Landschaft aus Felsnadeln, -säulen und -pfeilern aus Quarzsandstein, die fast senkrecht in den Himmel ragen. Durch die Verwitterung über die Zeit und einen wilden Bewuchs haben viele der Felsnadeln seltsame Formen angenommen, welche phantasievoll benannt wurden wie "Der Hase schaut zum Mond", "Zwei Schildkröten spähen in den Bach" oder etwa "Brücke der Unsterblichen".

1982 wurde Zhangjiajie zum ersten chinesischen Waldpark ernannt und 1992 sogar von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. 2003 wurde Zhangjiajie in die erste Gruppe der World Geological Parks der UNESCO aufgenommen. Der Zhangjiajie nationalpark beschreibt eine Fläche von etwa 370 km² des knapp 1.000 km² großen Gebietes Wulingyuan.

 Zhangjiajie ist trotz seiner Popularität in China sehr sehenswert. Abseits der Touristenwege kann man auf menschenleeren Wegen das einzigartige Naturschauspiel in Ruhe genießen vorbei an vielen faszinierenden Aussichtspunkten. Mit dem Fahrrad lässt sich der Naturpark auch prima erkunden, da die touristisch erschlossenen Gebiete nur einen Bruchteil des wunderbaren Landschaftsgebiets darstellen.

 

 

Das Huang Shan Gebirge ist ein beliebtes Reiseziel seit vielen Jahrhunderten. Huang Shan bedeutet übersetzt "Gelbe Berge". Das Gebirge erstreckt sich mit seinen gut siebzig Gipfeln, von denen der "Lotusblütengipfel" mit etwa 1840 Metern der höchste ist, weit über 1.200 Quadratkilometer. Das Gebirge zählt zu den fünf heiligen Bergen Chinas.

Steil aufragende bizarre felsige Gipfel, aus dem Fels wachsende seltsam geformte Kiefern sowie zwischen den Gipfeln hängende Wolken bilden die berühmten Motive für chinesische Maler seit vielen Jahrhunderten. Die Szenerie diente auch als Vorlage für James Camerons Kinofilm Avataar

Das Huang Shan Gebirge wurde von der UNESCO 1990 zum Weltnatur- und Kulturerbe erklärt.

Das Huang Shan Gebirge besitzt eine Jahrhunderte alte daoistische Tradition. Viele daoistische Tempel. darunter der Fuqiu Tempel, der "Neun Drachen" Tempel und das "Kiefernschlucht" Kloster Songgu Daochang. Weitere Attraktionen sind der "Gipfel der Herstellung der Unsterblichkeitspille" Liandanfeng und der "Gipfel des Gelben Kaisers" Xuanyuanffeng. Die Wanderwege in diesem Naturpark sind gut ausgebaut. Die Berghotels werden wohl ausschließlich durch Lastenträger versorgt.

Die Wanderwege in diesem Naturpark sind gut ausgebaut. Die Berghotels werden ausschließlich durch Lastenträger versorgt.

 

 

Das Naturschutzgebiet Jiuzhaigou mit seiner großartigen Berg- und Seenlandschaft ist für viele das schönste Naturerlebnis in China. Der Jiuzhaigou Nationalpark (chin. "Neun Dörfer Tal") liegt inmitten einer grandiosen Bergwelt. Zahllose Seen reihen sich terassenförmig entlang des Y-förmigen Taleinschnittes.

Der Name Jiuzhaigou bedeutet "Neun Dörfer Tal" und bezieht sich auf neun tibetischen Dörfer, die sich im 60tausend Hektar großen Areal befinden.

Eine Legende zur Entstehungsgeschichte besagt, dass die Göttin Wunosemo von ihrem Liebsten, dem Gott Dage, einen magischen Spiegel geschenkt bekam. Der eifersüchtige Teufel stahl den Spiegel und warf ihn auf die Erde. Dabei zerbrach der Spiegel und die 118 Seen entstanden. Jeder der angeblich über hundert Seen scheint im Sonnenlicht eine andere Farbe zu haben und schimmert wie ein wertvoller Edelstein.

Glasklares Wasser fließt von den umliegenden Gletschern über Kalksinter-Formationen und Wasserfällen in die unzähligen Seen.

Aus den Seen ergießen sich mächtige Wasserfälle, die wiederum in weitere Wasserbecken stürzen und somit neue Seen bilden.

Im türkisfarbenen Wasser spiegeln sich nicht nur die umliegenden Berge, sondern man kann auch zahlreiche vom Kalk konservierte Baumstämme direkt unter der Oberfläche erkennen. Ein bezauberndes Farbspiel lassen verschiedenartige Algen beobachten.

Wegen seiner unglaublichen Schönheit wurde das zwischen 2000 und 3000 Meter Seehöhe liegende Gebiet 1992 von der UNESCO zum "Naturerbe der Menschheit" erklärt.

Wandern Sie mit uns durch herrliche Landschaften mit ihren beeindruckenden Farben - vorbei an tibetischen Dörfern, an zahlreichen tiefblauen, türkisen oder fast grauen Seen, die klingende Namen wie "Schlafender Drachen-See", "Tiger See" oder "Nashorn See" besitzen. Der Weg bietet uns unvergleichliche romantische, geheimnisvolle und atemberaubende Blicke auf die Seen, die sich mit imposanten Wasserfällen abwechselten.

 

 

Der Huanglong Nationalpark wurde aufgrund seiner Schönheit 1992 von der UNESCO zum "Erbe der Menschheit" erklärt. In einem auf über 3000m ü.NN. liegenden Gebirgstal können wir hunderte von Kalksinter-Becken bestaunen, die sich terassenförmig aus dem Flusslauf übereinnander ins Tal winden. Den Namen Huanglong (="Gelber Drache") verdankt das Naturspektakel seiner gewundenen Form und seiner Farbe (einer Schicht von KalciumCarbonat). Von fern gesehen ähnelt es einem gelben Drachen.

Türkisgrünes - je nach Höhe weißes oder blaues Wasser durchfließt die flachen wie Drachenschuppen geformten Becken. Blühende Rhododendren, Azaleen und Orchideen schmücken ebenso das Naturwunder.

 

Die Felsskulpturen von Dazu

Seit dem 7. Jahrhundert entstanden bei Dazu in Tempelhöhlen, Grotten und Überhängen etwa 50.000 außergewöhnliche Skulpturen und Steinschnitzereien mit buddhistischen, konfuzianischen und daoistischen Themen. Die Stätten wurden 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Künstlerische Höhepunkte bilden die Steinschnitzereien am Berg Baoding Shan ("Schatzkammerberg") sowie am Berg Bei Shan ("Nordberg").

Die Region im Umkreis von Dazu wurde bereits sehr früh vom Buddhismus beeinflusst. Während die großen Buddhistenverfolgung im 9. Jahrhundert wurden ihnen hier Zuflucht gewährt. So entstanden hier buddhistische Grotten und im Laufe der Jahrhunderte über 50.000 Steinskulpturen. Die Arbeiten an den Grotten begannen Mitte des 7. Jahrhunderts und endeten in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Die Tempelhöhlen an den Hängen des Berges Baoding Shan ("Schatzkammerberg") und des Berges Bei Shan ("Nordberg") sind künstlerisch am wertvollsten. Sie zeugen von dem hoch entwickelten Niveau der damaligen Bildhauerkunst.

Die ersten Buddhafiguren entstanden am Berg Bei Shan in der Tang-Dynastie um 890 von hohen Regierungsbeamten sowie Mönche und Nonnen über viele Generationen.

An den dort an der gut 300 Meter langen Felswand zu bestaunenden etwa 10.000 buddhistischen Steinskulpturen sind die unterschiedlichen Stile der verschiedenen Generationen gut zu erkennen. Die frühesten Skulpturen sind im männlichen Geschlecht sehr würdevoll und ernst dargestellt. Die später entstandenen Skulpturen in der Tang-Dynastie ab Ende 9. Jahrhunderts wurden weiblich dargestellt als weltliche Schönheiten. Darunter ist die mehrarmig dargestellte Statue der Bodhisattwa Guanyin die wertvollste Steinschnitzerei. Der Buddha als das nach höchster Erleuchtung strebende Wesen wird im Sanskrit als Bodhisattwa bezeichnet. Guanyin ist eine weibliche Bodhisattwa und wird als Göttin der Barmherzigkeit verehrt. Die in der Song Dynastie ab Mitte 10.Jahrhundert entstandenen Skulpturen sind bewundernswert kunstfertig und fantasievoll erarbeitet.

Während der Song Dynastie Ende des 12. Jahrhunderts begann der buddhistischer Mönch Zhao Zhifeng, kunstvolle Steinschnitzereien am Berg Baoding Shan. Im Laufe der Zeit entstanden hier auf einer etwa 500 Meter langen und 30 Meter hohen hufeisenförmigen Felswand weit mehr als 10.000 fantastische teilweise farbige Skulpturen. Neben den Buddha- und Bodhisattvas-Darstellungen sind hier die Lebensgeschichte des Buddhas und andere religiöse Legenden sowie Szenen des täglichen Lebens zwischen Himmel und Hölle wunderbar dargestellt.

Besonders bemerkenswert ist hier am Berg Baoding Shan die gut 30 Meter lange Figur eines liegenden Buddha. Dargestellt wird der in das Nirvana eintretende schlafende Buddha Schakjamuni. Sein gütiges Gesicht mit den leicht offenen Augen spiegelt seine Stimmung beim Übergang ins Nirvana wunderschön wieder. Die Besonderheit dieses liegenden Schakjamuni ist, dass nur der Oberkörper aus der Felswand herausragt.

Weitere besondere Highlights sind die Gruppe der Skulpturen "Die Geburt Schakjamunis" - ein seltenes Meisterwerk - sowie die 7 Meter hohe Statue Guanyin, der Göttin des Erbarmens, mit ihren 1007 Armen. Sie streckt ihre Arme wie der Pfau seine Federn von sich. Mit der Liebe zum Detail sind die Arme und Hände, die die unterschiedlichsten Gegenstände halten, wunderschön heraus gearbeitet.

 

 

Der Jangtse Fluss (="der lange Fluss") entspringt aus einer Quelle in Tibet auf etwa 5.400 Meter Höhe und mündet nördlich von Shanghai in das Ostchinesische Meer. Er ist mit gut 6.300 Kilometern der längste Fluss Asiens und nach dem Nil und dem Amazonas der drittgrößte Fluss der Erde. Über Jahrhunderte diente der Jangtse Fluss als wichtigster Handelsweg zwischen Ost- und Westchina. Heute bedeutet der Jangtse Kiang eine touristische Attraktion - vor allem durch die berühmten landschaftlich wunderschönen und spektakulären "Drei Schluchten" mit einer Gesamtlänge von gut 190 Kilometern. Die Wassermassen des "Langen Flusses" müssen sich stellenweise auf weniger als 50 Meter Breite während der "Drei Schluchten" zwischen beeindruckenden Klippen zusammendrängen. Nach Fertigstellung des gewaltigen Drei-Schluchten-Staudammes wurde der Wasserspiegel um 100 Meter angehoben und der Stausee erstreckt sich durch die "Drei Schluchten" über mehr als 600 Kilometer bis nach Chongqing. Das Wasserkraftwerk ist mit einer installierten Generator-Leistung von gut 18.000 Megawatt das größte der Welt. 2 Millionen Menschen mussten für dieses Projekt zwangsumgesiedelt werden, der größte Teil davon sind Bauern, die in höhere und deutlich ertragsschwächere Lagen - 140 Städte und 4500 Dörfer versanken unter den Wassermassen.

Chongqing ist eine von nur vier Stadtprovinzen in China — also eine Stadt, die den Status einer chinesischen Provinz hat. Sie liegt am Ufer des Jangtse Flusses in Zentralchina und ist Ausgangspunkt einer beeindruckenden Reise auf dem Jangtse Fluss an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Während der zwei Tage auf dem Jangtse Fluss erleben wir die faszinierendsten Abschnitte dieser imposanten Wasserstraße. Die Fahrt durch die berühmten Drei Schluchten sowie die noch beeindruckenden "Drei Kleinen Schluchten" eines Zuflusses des Jangtse Flusses hat durch den Bau des gewaltigen Drei-Schluchten-Staudammes 600 Kilometer ostwärts von Chongqing nicht an Imposanz und Schönheit verloren. Ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm sowie die traditionelle chinesische und internationale Küche an Bord des Kreuzfahrtschiffes rundet das einmalige Erlebnis an diesen zwei Tagen prima ab.

Vorbei an der verlassenen "Geisterstadt" Fengdu, deren Einwohner im Zuge des Baus des Drei-Schluchten-Staudammes zwangsumgesiedelt werden mussten fahren wir flussabwärts vorbei an wunderschönen abwechslungsreichen Landschaften Den Höhepunkt bilden die "Drei Schluchten", wie sie seit der späten Han Dynastie im 1. Jahrhundert genannt werden. Die Bezeichnung umschließt die zahlreichen Untiefen und Schluchten des Yangtze Flusses zwischen Wanxian und Yichang. Die erste der Drei Schluchten ist die Qutang Schlucht. Sie ist mit acht Kilometern die kleinste aber sogleich auch die schmalste der Drei Schluchten. Mit Bergen, die an beiden Seiten des Jangtse bis zu 1.200 Meter steil hoch ragen, bietet sich eine atemberaubende Szenerie. Es folgt die 45 Kilometer lange Wuxia-Schlucht ("Hexenschlucht"), um die sich viele Saagen und Legenden im Laufe der Jahrhunderte sammelten. Auch sie bietet durch die über 1.000 Meter hohen Steilwände an beiden Seiten einen fantastischen Ausblick. In der "Hexenschlucht" bezwangen die Göttin Yao Ji und ihre elf Schwestern einige ungebärdige Flussdrachen, bevor sie selbst zu Bergen erstarrten, ihren Standort aber mit Bedacht auswählten, um die Schiffe sicher flussabwärts geleiten zu können. Die Xilong Schlucht ist die östlichste der Drei Schluchten mit einer Länge von 66 Kilometern. Sie besteht aus vielen kleinen Schluchten. Diese Passage war früher sehr gefährlich. Reisende, die diesen Flussabschnitt im 19. Jahrhundert bereisten, berichteten von Sandbänken, die als Barrieren aus dem Fluss hervortraten, gefährlichen Strömungen und bedrohlichen Felsen, sodass die Schiffe von Bootsschleppern mit eisenbeschlagenen Bambusstangen auf Kurs gehalten werden mussten, während sie durch den engen Schlund schaukelten, in die kein Sonnenstrahl vordringen konnte. Die Landschaft hat sich seit damals kaum verändert, doch die Felsen, Stromschnellen und Schlepper gibt es nicht mehr, und die Schiffe können die Passage heute ohne Schwierigkeiten meistern.

Am Vormittag des zweiten Tages erreichen nach dem Passieren der Qutang Schlucht die Daning- Schlucht, auch die "Drei Kleinen Schluchten" genannt mit einer Länge von ungefähr 50 Kilometern. Die Drei Kleinen Schluchten sind majestätischer, abgeschiedener und ruhiger als die Drei Yangtse-Schluchten. Der Daning Fluss ist der größte Zufluss des Jangtse in der Region. Er entspringt im Zhongnan Gebirge in der Provinz Shaanxi und mündet hier in den Jangtse.

Hier wird auch ein Ausflug in einem kleineren Boot angeboten. Das Kreuzschiff ankert in der Zeit an der Mündung des Daning Flusses.

Die Drei Kleinen Schluchten haben durch den großen Staudamm ihr Aussehen leicht verändert. Die erste, drei Kilometer lange "Drachentor Schlucht" hat kaum etwas von ihrer Spektakularität eingebüßt. An ihrem Eingang stehen zwei Berge gegenüber und bilden einen Engpass - das "Drachentor".Sie führt weiter in die beeindruckende Nebelschlucht ebenso mit imposanten Steilwänden zu beiden Seiten und einer dichten Vegetation. Die Dicui Schlucht ist mit einer Länge von 20 km die schönste unter den Drei Kleinen Schluchten. Sie ist um einiges ursprünglicher und hat sich durch die Flutung nicht verändert. Ihre Ufer sind dicht bewachsen mit Bambus, alte Bäume und Schlingpflanzen. Quellen sind zu beobachten sowie mit etwas Glück Wildaffen zwischen den Gipfeln der Bäume spielend. Diese Gegend erscheint wie ein Paradies auf Erden.

 

 

Guilin liegt im Nordosten des autonomen Gebietes Guangxi am Ufer des Lijiang Flusses. - in China wurden in die Staatsstruktur ein System "nationaler Gebietsautonomie" etabliert. Die chinesische Regierung hat für die ethnischen Minderheiten, welche sie offiziell anerkannte, die Möglichkeit der begrenzten Eigenverwaltung zugestanden. Aufgrund des hohen Anteils der dort lebenden zwölf ethnischen Minderheiten erhielt die Provinz Guangxi den Status eines Autonomen Gebietes. - Vor zweihundert Millionen Jahren wich das Urmittelmeer zurück und die übrig gebliebenden Berge erodierten langsam. Es entstanden klare Gewässer, grüne Berge, bizarre Karstberge und Felsformationen sowie interessante Grotten. Die Umgebung gehört zu den reizvollsten Landschaften weltweit. Unzählige Lieder und Gedichte behandeln die einzigartige Schönheit der Landschaft um Guilin. Eine besondere Attraktion ist die Schilfrohrflötenhöhle nordwestlich der Stadt. Ihren Namen verdankt die Höhle dem Schilfrohr, der vor der Höhle wächst und aus welchem Flöten hergestellt werden. 500 Meter lang ist diese Tropfsteinhöhle mit ihren faszinierenden Formationen aus Stalagtiten und Stalagmiten. Das Symbol der Stadt bildet der Elefantenrüsselberg am Li Fluss. Dieser ähnelt einem Elefanten beim Wassertrinken. Sehenswert ist auch die Zhongshanlu - die Einkaufsstraße von Guilin. Abends wird diese für den Straßenverkehr gesperrt für einen farbenfrohen Nachtmarkt.

Die Umgebung um Guilin ist das bekannteste Naturgebiet Chinas. Hier werden wir das landschaftliche China erleben, wie wir es uns in unseren Träumen vorstellen: Grüne Berge, klares Wasser, bizzarre Felsformationen und unzählige Höhlen sowie endlose Reisfelder - inmitten dieser Traumlandschaft schlängelt sich wie ein grüner Jadegürtel der Li Fluss. Etwa 50 Kilometer südlich von Guilin liegt die Kleinstadt Yangshuo. Der Li Fluss schlängelt sich ruhig von Guilin traumhaft durch die faszinierende malerische Felslandschaft.

 

 

Die Huangguoshu Wasserfälle sind ein Teil einer ganzen Reihe von Wasserfällen des Baishui Flusses. Die tösenden Huangguoshu Fälle sind Chinas beeindruckendste Wasserfälle. Ins Deutsche übersetzt bedeutet Huangguoshu "Dorf der gelben Früchte". Diesen Namen bekamen die Fälle vom ihnen zu Füßen liegenden Dorf. Denn es gibt hier in der Region viele Mandarinen. Vorbei an einem schön angelegten Bonsai Garten erreichen wir nach wenigen Minuten Fußweg den über achtzig Meter breiten Wasserfall. Das Wasser des Yue Flusses stürzt über fünfundsiebzig Meter in das sogenannte "Rhinozeros Becken" und bildet weitere Kaskaden von über sechs Metern. Das Schauspiel wird durch Regenbögen, die sich in den feinen Sprühnebel über dem Becken im Sonnenschein bilden, malerisch abgerundet. Hinter dem Wasserfall befindet sich ein kleiner Höhlenkomplex. So haben wir etwa auf halber Höhe des Wasserfalls die beeindruckende Gelegenheit, hinter dem Wasserfall hindurch zu gehen. Die beeindruckende Sicht nach außen durch die hinabrauschenden Wassermassen bietet den Besuchern ein Gefühl wie in einem Märchenland. Teilweise stehen die Besucher nur einen Meter vom hinabstürzenden Wasser entfernt. Das Naturschauspiel zieht jeden Besucher in  seinen Bann.

 

 

Der Steinwald bei Kunming (dank des milden Klimas auch die „Stadt des ewigen Frühlings“ genannt):

Wie ein undurchdringliches Labyrinth, dicht wie ein Wald, zieren hier mehr als 30 Meter hohe Felsengebilde die Landschaft.

Der Steinwald entstand vor langer Zeit aus Kalkablagerungen des Meeresbodens. Nach dem Rückzug des Wassers waren die Felsen der Witterung ausgesetzt und haben unterschiedlichste Formen angenommen.

 

 

Der Lehmwald bei Kunming ist ein faszinierender Canyon mit bizarren rötlichen Lehmformationen in einer kargen Landschaft. Die Landschaft ist touristisch kaum erschlossen. So ist die Erwanderung dieser fantastischen Naturlandschaft ein wahrer Genuss.

 

 

Die Reiseterrassen von Longsheng

Die Reisfelder werden im Chinesischen Longji genannt. Übersetzt bedeutet dies Drachenrücken, weil die Landschaft dem schuppigen Rücken eines Drachen ähnelten. Auf dem Berggrad wandernd können Besucher das Rückrad des Drachen bis weit in die Ferne beobachten. In den frühen Morgenstunden ist der Sonnenaufgang auf dem Gipfel der Reisterrassen großartig. Besonders Anfang Juni sind die Terrassen ein wunderschönes Schauspiel, wenn die jungen Reistriebe in die Terrassen eingepflanzt werden und die Terrassen mit Wasser geflutet werden. Im Herbst leuchten die Felder goldgelb. Die Yao Bauern haben diese Terrassen vor über siebenhundert Jahren erschaffen. Sie erstrecken sich vom Talboden über die steilen Hänge auf über 800 Höhenmeter. Beim Anblick der faszinierenden Terrassen wrid dem Besucher eindrucksvoll klar, wie viel Arbeit in diser alten Tradition steckt. Neben den Reisterrassen sind auch die hier miteinander lebenden lebenslustigen Minderheiten, der Dong, der Yao sowie der Zhuang eine wunderbare Attraktion. Der Volksstamm der Zhuang ist mit seinen 15 Millionen Angehörigen nach den Han die zweitgrößte ethnische Gruppierung. Sie waren in der Regel Handwerker. Ihre führende Stellung bei der Papierherstellung führte sie zum Wohlstand.

 

 

Chengdu ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan, der chinesische Kurzname ist Róng, ca. 4,5 Mio. Einwohner (inkl. Landkreise ca. 10,5 Mio. Einwohner), neben Chongqing zum Wirtschaftszentrum Westchinas entwickelt laut China Daily 2006 auf dem vierten Platz der lebenswertesten Städte Chinas - weit vor Peking. Auf ca. 520m ü.NN herrscht ein mildes subtropisches Klima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von ca. 17°C und einer durchschnittlichen jährlichen Regenmenge von 900-1300mm. Die Winter sind mild und die Sommer lang und heiß. In der Regel herrscht bedecktes schwüles Wetter.

400 v.Chr. wurde Chengdu von einem Herrscher von Shu ( ein chinesischer Staat zur Zeit der streitenden Reiche) gegründet durch Verlegung seiner Residenz an diesem Ort - übersetzt: Chengdu = "werde Hauptstadt")

Chengdu war während der Zeit der Drei Reiche 221-263 v. Chr. Hauptstadt des Reiches Shu-Han...

Im Tee- und Salzhandel wurden ab dem 9. Jahrhundert zunehmend Wechsel als Zahlungsmittel verwendet. Das erste staatliche Papiergeld existiert im Jahr 1024 in Chengdu.Chengdu ist eines der frühen Zentren der Druckkunst. Neben frühen Ausgaben der "Vier Bücher" und der "Fünf Klassiker" wurde zwischen 972 und 983 der buddhistische Kanon mit einem Gesamtumfang von 1076 Werken gedruckt.

Chengdu entwickelt sich zu einem florierenden Zentrum der Seiden- und Brokatweberei, Papierherstellung und Buchdruckerei, sowie zum Verwaltungszentrum.

Im zerfallenden Reich der Ming eroberte der Rebellenanführer Zhang Xianzhong Chengdu und gründete das große Westreich Daxi". Die Eroberung 1647 durch mandschurische Gruppen beendete die brutale Terrorherrschaft mit der Zerstörung Chengdus.

1949 war Chengdu die letzte Stadt auf dem chinesischen Festland, die die Kuomintang bis zu ihrer Flucht nach Taiwan verteidigte. Am 10. Dezember 1949 eroberten kommunistische Einheiten die Stadt.

Die chinesische Nationalpartei ist eine Partei der Republik China. Sie errang 1927 die Herrschaft über das chinesische Festland und zog sich nach dem verlorenen Bürgerkrieg 1949 gegen die Kommunistische Partei nach Taiwan zurück. Dort führte sie die Republik China fort und regierte bis 1990 diktatorisch.

Bei dem Erdbeben in Sichuan 2008 wurde am 12. Mai nachmittags auch Chengdu erschüttert. Das Epizentrum lag ca. 100 km nördlich Chengdus bei Dujiangyan.

Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Han-Chinesen. In relativ geringem Umfang finden sich Uiguren, Tibeter und Angehörige der südwestlichen Minderheiten wie der Yi.

In Chengdu gibt es erst seit 1988 wieder einen daoistischen Tempel gegenüber 100 daoistischen Tempeln vor der Gründung der VR China.

In Chengdu präsentiert sich die chinesische Küche im westlichen Chuan-Stil, der vor allem durch eine würzige Schärfe auffällt - resultierend aus dem Würzen mit scharfer Bohnenpaste, Chili und Szechuanpfeffer. Eine Besonderheit ist sicher der Feuertopf, der eigentlich aus Chongqing kommt und eine Art Fondue, bei dem Fleisch und Gemüse in einer scharf gewürzten Ölmischung gegart werden. Dazu wird gerne klarer Schnaps getrunken von denen Maotai sicher der bekannteste ist. Kleine Garküchen bieten dazu billige Snacks wie Jiaozi (eine Art Teigtaschen), Nudel- und Reisgerichte. Die bekannte Nudelsuppe mit Rindfleisch stammt aus Sichuan. Dandan Mian (Nudeln mit scharfer Sauce) und gefüllte Fladen (guokui) sind ebenfalls lokale Spezialitäten.

Bekannt ist Chengdu auch für die Vielzahl seiner Teehäuser, die zahlreicher sein sollen als die Gasthäuser in Peking. Dort wird die ganze Bandbreite an grünem Tee, Jasmintee (molihua) und "Acht-Kostbarkeiten"-Tee (babao cha) angeboten. In den Teehäusern geht es entspannt bis lebhaft zu. Neben der Gelegenheit zum Schwatz bieten die Teehäuser auch Gelegenheit zum Kartenspielen, Mah-Jongg und Go.

Ein weiteres Highlight sind die regelmäßigen Aufführungen der Sichuan-Oper, einem eng mit der Peking-Oper verwandten Theater, das derbere Geschichten im lokalen Dialekt bietet. Die Besonderheit der Sichuan-Oper sind Masken, die einfarbig gewisse Gefühlszustände ausdrücken, und die die Schauspieler im Bruchteil einer Sekunde wechseln können.

Zahlreiche Tempelanlagen befinden sich um Chengdu herum - darunter das Wenshu-Kloster, ein buddhistisches Kloster mit mehreren Tempelgebäuden, über 400 Statuen, Stickereien, das seine Geschichte bis in die Tangzeit zurückführt. Darin gibt es ein vegetarisches Restaurant, das normale chinesische Gerichte mit üblichem Geschmack aber mit Kartoffeln oder Tofu als Fleischersatz anbietet, und ein Teehaus, das bei der Stadtbevölkerung sehr beliebt ist.

Eine große und bedeutende Panda-Aufzuchtstation befindet sich in Chengdu.

 

 

130 km südlich von Chengdu befindet sich der Leshan-Buddha, der im 8. Jahrhundert über dem Min aus dem Fels herausgeschlagen wurde. Er ist mit 71 m Höhe die größte Buddhaskulptur der Welt.

 

 

160 km südlich von Chengdu liegt der Emei Shan. Der 3099 m hohe Berg ist einer der vier heiligen buddhistischen Berge Chinas und ein beliebtes Pilgerziel.

 

 

 

 

   
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