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Osh

Osh ist die zweitgrößte Stadt Kirgisistans und mit über 3.000 Jahren die älteste. Sie liegt im Süden des Landes nahe der Grenze zu Usbekistan. Von den 250.000 Bewohnern ist die Mehrheit usbekischer Herrkunft. Osh sei älter als Rom. Legenden erzählen von Alexander dem Großen auf seinem Weg nach Indien, König Salomon hat hier Rast gemacht und es entstand an diesem Ort der das Stadtbild dominierende Berg Sulaiman (oder auch „Solomons Thron“ genannt). Für die zentralasiatischen Muslime ist der Taht - I- Suleiman nach Mekka und Medina der drittheiligste Ort. Auf dem Gipfel des Berges steht eine alte Moschee, welche von Bobur 1510 erbaut wurde. Weiter gibt es ein einzigartiges Museum in einer natürlichen Höhle zu besuchen. Wir erfahren hier viel über die ältesten Städte Zentralasiens und ihre bis ins 5. Jahrhundert vor Chr. zurückgehende Geschichte.

Der quirlige und bunte Markt von Osh ist ein einzigartiges Erlebnis. Kirgisen, Usbeken, Tadschiken handeln mit allem erdenklichen: mit saisonalem Obst und Gemüse, traditioneller Bekleidung, Werkzeugen und Schmuck.

Osh ist heute die Hauptstadt der Provinz Osh Oblast nördlich des Ferghana Tals in unmittelbarer Grenznähe zu Usbekistan. Ihre Lage an der großen Seidenstraße garantierte der Stadt damals ein schnelles Wachstum und Reichtum.

 

Uzghen

55km nordöstlich von Osh liegt die Stadt Uzghen. Ihre Geschichte reicht zurück bis ins erste Jahrhundert vor Chr. Alexander der Große soll mit seinen Truppen durch die Stadt gezogen sein auf seinem Weg nach Indien.

Uzghen war die Hauptstadt der Karahanids im Ferghana Tal im 10. Und 11. Jahrhundert. Uzghen sowie Osh lagen an wichtigen Kreuzungen der Seidenstraße und spielten eine große Rolle im internationalen Handel in dieser Zeit. Heute erinnern drei Mausoleen und Minarette an die reiche Geschichte. Sie bilden ein einzigartiges Zeugnis aus dem Mittelalter Zentralasiens

 

Son Kul See

Der Son Kul See ist ein Bergsee im Norden der kirgisischen Provinz Naryn. Er ist nach dem Issyk Kul See der zweitgrößte See Kirgisistans. Der See ist umgeben von einer großen Sommerweide und einer wunderbaren Berglandschaft. Seine Schönheit ist auch wegen seiner Abgeschiedenheit unangetastet. Die lokalen Hirten lassen im Sommer ihre Yak- und Schafs- sowie auch Pferde- und Kamelherden hier weiden. Sie sind sehr gastfreundlich. Besucher können von Juni bis September in ihren traditionellen Jurten übernachten und an ihrem Alltag teilhaben. Diese typischen Behausungen der Nomaden sind in den Sommermonaten im ganzen Land zu sehen. In den Wintern steigen die Nomaden zu ihren Häusern in den Dörfern hinab.

Die Nomaden freuen sich regelrecht, Besucher begrüßen und einladen zu dürfen. Sie bieten gerne einen Schlafplatz an sowie ihre Kumiz (gegorene Stutenmilch).

 

Sary Tschelek Schutzgebiet

Das Reservat wurde 1959 zum Nationalpark erklärt, um den Lebensraum vieler Wildtiere und die Natur zu schützen. Im Herzen des Schutzgebietes liegt malerisch der Sary Tschelek See umrahmt von größtenteils steilen bewaldeten Hängen

 

Tash Rabat

Einst ein Gasthaus an der großen Seidenstraße wirkt es noch heute wie eine wunderbar restaurierte Festung. Es gibt archäologische Anhaltspunkte, dass es aus dem 10. Jahrhundert stammt. Karawanen von oder auf dem Weg nach China wurde hier Schutz vor Unwetter sowie vor Banditen geboten.

 

Karakol

Das ruhige russische Städtchen wurde 1869 als Garnisonsstadt am Ufer des Issyk Kul Sees gegründet. Zu dieser Zeit hatte die Stadt einen Hohen Anteil an Offizieren, russischen Entdeckern und Kaufleuten. Der russische Name war Prjevalsk – nach dem populären russischen Entdecker in Zentralasien und China, Nikolai Prjevalski. Seine letzte Expedition endete an diesem Ort. Hier wurde er auch am Ufer des Sees begraben.

Die Dungan Moschee ist eines der architektonisch schönsten Gebäude von Karakol. Sie wurde aus Holz ohne einen Nagel erbaut. Das Gebäude begeistert durch seine wunderbaren Schnitzereien. Es sind Elemente der chinesischen Mythologie in den Mustern zu finden.

Die heilige Dreifaltigkeitskathedrale wurde 1895 erbaut. Die russisch orthodoxe Kirche besitzt eine einzigartige Ikone der Jungfrau Maria, welche die Menschen von fast jeder Krankheit heilen könne.

Der Besuch des Tiermarktes am Sonntag ist obligatorisch. Auf diesem quirligen Markt verkaufen unzählige Händler ihre Pferde, Rinder, Schafe, Schweine, usw.

 

Cholpon Ata Felszeichnungen

Die Felszeichnungen sind einzigartige antike Zeugnisse nahe der Stadt Cholpon Ata von bronzezeitlichen Siedlungen und alten heiligen Monumenten. Wir können eine einzigartige Kunstgalerie bestaunen aus über tausend Felszeichnungen von Künstlern der Andronic oder Arian Stämme aus dem achten bis zweiten Jahrhundert vor Chr. Die Stämme der Saka leisteten im achten bis dritten Jahrhundert ihren Beitrag zur weiteren Entwicklung der Felsmalereien. Die Künstler des Saka entwickelten Felszeichnungen mit Tiermotiven im sogenannten skythischen Kunststil. Beachtenswert ist ihre meisterhafte Kunst durch die faszinierend realistischen Darstellungen. Die jüngsten Zeichnungen türkischen Ursprungs stammen aus dem Zeitraum vom sechsten bis neunten Jahrhundert nach Chr.

Das Issyk Kul Freilichtmuseum ist der am besten zugängliche Abschnitt der Petroglyphen. Dieser Standort war ein gigantischer Tempel unter freiem Himmel. Hier haben die Menschen damals die Himmelskörper angebetet und heilige Messen abgehalten. Bei den sakramentalen Ritualen spielten die Felsmalereien eine große Rolle. Auf den Fels gemalt waren sie eine Art virtuelle Opfer und Gläubige. Neben den Felszeichnungen gibt es auch Steinkreise, vielleicht ein altes verwandtes Ritual mit einer interessanten Naturerscheinung… Es gibt einige Gründe anzunehmen, dass die großen Steinkreise (einige zehn Meter im Durchmesser) als Sternwarten dienten.

Diese Felszeichnungen sind in vielerlei Hinsicht einzigartig: aufgrund ihrer realistischen Darstellungen, viele Zeichnungen sind Meisterwerke der Saka Scythian Kunst der Tierzeichnungen. Weiter ist die Größe der Zeichnungen sehr selten, einige sind über einen Meter groß. Viele Szenen und Themen sind real originell, typisch nur für diese Felsmalereien. Die Technik, wie manche Zeichnungen hergestellt wurden, ist faszinierend. Zum Beispiel wurden für einen noch realistischeren Ausdruck eines Reliefbildes von Hirschen die natürlichen Unebenheiten des Gesteins genutzt.

Die zentrale Felsmalerei verkörpert sämtliche einzigartigen Eigenschaften. Sie stellt eine Herde von Steinböcken dar. Die Figuren der Steinböcke – vielleicht die größte Darstellung in Zentralasien – wird in einem außergewöhnlichen Ausdruck dargestellt, dass sie eindeutig auf die meisterhafte Kunst der Saka zurückzuführen ist. Die Darstellung der Jäger und ihrer zahmen Schneeleoparden während der Jagd ist ein weiteres spektakuläres Thema. Diese Art des Jagens ist uns bekannt aus dem antiken Ägypten, wo Jäger gezähmte Geparde einsetzen bei der Jagd nach Antilopen. Übrigens gibt es auch eine Felszeichnung von jagenden Leoparden. Diese Felszeichnung hat keine Analogie in Zentralasien.

 

Burana Turm

Der Burana Turm ist ein großes Minarett im Chuy Tal im nördlichen Kirgisistan etwa 80 Kilometer östlich von Bishkek.

Er bildet neben einigen Grabsteinen, drei Mausoleen und den Schlossruinen die Überreste der antiken Stadt Balasagun – gegründet von den Karakhaiden im 9. Jahrhundert.

Eine Außentreppe und eine Wendeltreppe im Innern erlauben den Besuchern, auf die Spitze zu steigen. Der gesamte historische Komplex wurde zu einem Museum ausgebaut mit weiteren Artefakten aus der Antike und die Besucher erfahren viel über spannende Geschichte des Landes.

Der Turm war ursprünglich 45 Meter hoch. Durch ein Erdbeben im 15. Jahrhundert sind nur noch 25 Meter erhalten geblieben

Eine traurige Legende ist eng mit der Geschichte des Turms verbunden. Eine Hexe warnte den damaligen König, dass seine neugeborene Tochter im Alter von 18 Jahren sterben sollte. Um seine Tochter zu schützen, baute der König einen hohen Turm, in welche er sie versteckte. Niemand betrat den Turm, nur die Diener der Tochter brachten ihr zu Essen und zu Trinken. Die Tochter wuchs alleine heran zu einer wunderschönen jungen Dame. Eines Tages jedoch hat sich eine giftige Spinne im Essen versteckt, welches die Tochter von ihren Dienern bekam. Die Spinne biss die Tochter und sie starb im Turm im Alter von 18 Jahren.

 

Ala Archa Nationalpark

Der Ala Archa Nationalpark ist ein alpiner Nationalpark in den Bergen des Tian Shan. Er wurde im Jahr 1979 etwa 40 Kilometer südlich von Bishkek gegründet.

Die Archa, die dem Naturpark ihren Namen gibt, ist ein heller oder farbenfroher Wachholder. Es ist bei den Kirgisen eine heilige Pflanze. Der Rauch, der beim Feuer mit dieser Pflanze entsteht, soll die bösen Geister fern halten. Dennoch soll der Wachholder nicht in der Nähe ihrer Behausung wachsen, da er den in seiner Nähe wohnenden Menschen stetig ihre Energie raube.

Der Park erstreckt sich über etwa 200 Quadratkilometer mit großen Gletschern, malerischen Gebirgen und einer faszinierenden reichen Pflanzen- und Tierwelt. Über 800 Pflanzenarten, 160 Vogelarten und 170 Tierarten teilen sich diesen wunderbaren Lebensraum. Mehr als 20 kleine und große Gletscher und rund 50 Berggipfel umfasst der Nationalpark. Die Flüsse Adygene und Ak Sai entspringen aus diesem Nationalpark und tragen das Schmelzwasser der Gletscher.

Besonders die Schlucht der Adygene ist wunderschönes bewaldetes Tal mit Wasserfällen und Quellen. Ein kleiner Stausee am Fluss Kargay Bulak wurde angelegt mit vielen Forellen. Der Schneeleopard ist hier auf Höhen über 2.500 Meter beheimatet. Weiter Wildtiere leben im Park wie das Marco Polo Schaf, Wölfe, Bären, Luchse, Wildschweine, Bergziegen, Rehe, Adler und Murmeltiere.

 

Bishkek

Ruhig und entspannt liegt die Hauptstadt Kirgisistans am Fuße des Tien Shan. Sie ist eine wunderbare grüne Stadt mit vielen Parkanlagen, lohnenswerten Museen und einer reizvollen Kombination aus traditionellen Häusern und Gebäuden und Denkmälern aus der Sowjetzeit.

Die kirgisische Ala Too Bergkette bildet eine fantastische Kulisse.

 

Weite Grünflächen und schöne Alleen bestimmen das Bild der Hauptstadt Kirgisistans. Ein Gürtel mit grünen Parkanlagen, repräsentative Plätze und Straßen sowie interessante Museen bilden den Stadtkern.

Bishkek wurde im Jahr 1878 und erhielt ursprünglich den Namen „Pishpek“ – nach der hölzernen Schaufel, mit welcher die Kirgisen ihr Nationalgetränk Kymyz herstellen (kumiss = „gegorene Stutenmilch“). Die Stadt wurde von den Russen von Beginn an sehr geprägt, sodass die meisten Gebäude im sowjetischen Stil gebaut wurden. Die Boulevards und Parkanlagen geben der Stadt einen sehr angenehmen Charakter. Bei einem Besuch des sehr orientalischen Marktes Osh Bazar schauen wir dem bunten Geschehen zu und erleben den Zauber Zentralasiens. Hier lernen wir die ganze Vielfalt des Landes kennen. Betreten wir den Markt, fühlen wir uns in die Vergangenheit zurück versetzt. Der quirlige Markt umhüllt jeden Besucher mit schmeichelnden Kräuterdüften. Die Händler wetteifern um unsere Gunst für Dutzende einzigartige uns saisonale Gewürze, getrocknete Früchte, Mandeln, Pistazien, etc.

Bishkek besitzt auch eine moderne Infrastruktur mit Hotels, Cafés und Restaurants, einem Nachtleben inklusive Bars, Clubs und Casinos, Geschäften und ein großes Warenhaus, Internetcafés, Banken und Krankenhäusern.

 

Issyk Kul See

Der Issyk Kul See ist mit einer Fläche von etwa 6.000 Quadratkilometern der zweitgrößte Hochgebirgssee weltweit. Etwa 1.600 Meter über dem Meer misst der See etwa 180 Kilometer Länge und 70 kilometer Breite.

Der für die Kirgisen heilige Berg wird auch liebevoll die Perle des Tien Shan genannt und liegt inmitten einer traumhaften Bergwelt. Aufgrund seines leichten Salzgehalts und seiner Lage ist der See das ganze Jahr über nicht zugefroren. Die „Sonnenberge“ Kungey Ala Too im Norden und die „Schattenberge“ Terskey Ala Too im Süden bilden einen spektakulären Hintergrund. Die Bergketten schützen die Region vor extrem heißen oder kalten Sommern bzw. Wintern.

Der Name Issyk Kul bedeutet übersetzt auch „Warmer See“. Der See hat keinen Abfluss und verliert daher nur durch Verdunstung sein Wasser, was zu seinem leichten Salzgehalt führt.

Der Issyk Kul See ist ein wunderbares Erholungsgebiet als auch ein wichtiges Naturschutzgebiet. Seine sehr abwechslungsreiche Landschaft bietet den Lebensraum für Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten.

   
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