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Kirgisistan befindet sich zwischen der usbekischen Wüste, der kasachischen Steppe, Tadschikistan und China. Das Land wird hauptsächlich geprägt von den zwei Gebirgszügen des Tien Shan und des Pamir. Die Gebirge um die Berge Pobeda (7.439m) und Lenin (7.134m) schufen eine einzigartige Bergwelt, unzählige Gletscher von der heißen asiatischen Sonne unberührt, riesige Schneefelder, tobende Flüsse tragen das Schmelzwasser der Gletscher, eine reiche Blumen und Pflanzenwelt entwickelte sich auf den Bergwiesen und herrliche fruchtbare Täler entstanden.

Über 90 Prozent des Landes ist vom Gebirge bedeckt mit Höhlenlagen über 1.000 Meter – die durchschnittliche Höhe beträgt sogar etwa 2.750 Meter. Der tiefste Punkt des Landes liegt mit einer Höhe von nur 132 Metern am Ufer des Flusses Kara Darya, sodass Kirgisistans Landesfläche Höhenunterschiede von über 7.300 Metern misst. Nur etwa 7 Prozent der Landesfläche kann landwirtschaftlich genutzt werden.

In Kirgisistan sind sämtliche Vegetationszonen der nördlichen Hemisphäre vertreten. Die fantastische Bergwelt ist von einigen großen Gletschergebieten geprägt. Viele Bergseen und sumpfige Gebiete sind entstanden, Wüsten und Halbwüsten, Steppen und dichte Wälder, Almen, Weiden und Wiesen

Der größte See ist der malerische Issyk Kul, einer der tiefsten Seen weltweit. Große Flüsse entspringen in den Höhenlagen.

 

Bis etwa 1.500 Höhenmetern ist die Steppenlandschaft das charakteristische Landschaftsbild, gebietsweise durch ein weitläufiges Bewässerungsgebiet bewirtschaftet.

Ab etwa 1.500 Höhenmetern bedecken hauptsächlich alpine Wiesen und Weiden bis zur Schnee- und Gletschergrenze das Land. Mit einer Waldfläche von nur etwa 4 Prozent der Landesfläche ist Kirgisistan eines der waldärmsten Länder Asiens. Die Wälder reichen von etwa 1.500 bis 4.000 Höhenmeter.

Die hoch gelegenen alpinen Wiesen werden seit vielen Jahren von den Nomaden in den Sommermonaten als Weidefläche für ihre Schafe genutzt. In den höheren Lagen finden sich häufig auch Moose und Flechten.

 

Wir können in Kirgisistan die ungewöhnlichsten Tier- und Pflanzenarten bewundern.

Die Pflanzenwelt in Kirgisistan ist sehr vielfältig. Über 25 Prozent der Pflanzen sind endemisch, das heißt sie wachsen nur in dieser Region. Das Tien Chan Gebirge ist von einem Waldgürtel der landestypischen Fichte gesäumt. Die Fichte wird in höheren Lagen vom Wachholder und alpinen Wiesen abgelöst. In den nördlichen Bergen, die das Ferghana Tal umrahmen, sind die Walnussbäume sehr charakteristisch.

Über 6.000 verschiedene Pflanzenarten, darunter 600 Arten von Nutz- und Heilpflanzen wie Johanniskraut, Origanum, Sanddorn wachsen in Kirgisistan; auch viele nützliche Wildpflanzen wie Salzkraut, Rhabarber und Arten von Thymian.

Einzigartig sind die Walnusswälder im Süden Kirgisistans. Nussbäume, Apfelbäume, Mandeln, Pistazien, Weißdorn und viele weitere nützliche Baumarten wachsen in Kirgisistan.

Kirgisiens berühmteste Pflanzenarten sind Tulpen, Edelweiß, die Tien Shan Tanne und Archa – eine endemische Walnussart.

 

Kirgisistan besitzt auch eine reiche Tierwelt. Über 100 Arten von Einzellern, unzählige Insektenarten und Wirbellose Arten sowie rund 500 Arten von Wirbeltieren leben in Kirgisistan. Darunter 75 Fischarten, 50 Amphibien und Reptilien, über 80 Säugetierarten und über 360 Vogelarten.

Unter besonderem Schutz stehen die stark gefährdeten Tien Shan Bär, Schneeleopard und der rote Wolf. Ganze Antilopenherden können mit etwas Glück beobachtet werden.

Die Höhenlagen werden bewohnt von Steinböcken, Bergschafen, Schneeleoparden, Steinmardern, roten Wölfen und Murmeltieren. In den Waldgebieten leben Hirsche, Wölfe, Wiesel, Wildschweine, der Luchs, der Braunbär, Füchse und Marder. In den Steppenregionen und den angrenzenden Regionen teilen sich unzählige Nagetiere und Reptilien, Huftiere, Gazellen sowie viele Vogelarten den Lebensraum.

 

Obwohl Kirgisistan nur einen sehr geringen Waldanteil, besitzt es die weltweit größten Walnusswälder. Hier teilen sich Rehe, Bären, Marder, Wildschweine, Wölfe, Luchse, etc. den Lebensraum.

Die seltenen Schneeleoparden und Marco Polo Bergschafe leben in den Hochlagen des Tien Shan Gebirges. Auf den Hochwiesen sind Murmeltiere zahlreich. Greifvögel wie z.B. Schwarzmilane, Gänsegeier und verschiedene Adler- und Falkenarten leben in den höher gelegenen Regionen.

Auch der Hirtenmaina – ein Singvogel aus der Familie der Stare hat in Kirgisistan seinen Lebensraum.

 

In Höhenlagen über 3.400 Metern sind Murmeltiere sehr verbreitet. Der Braunbär kann während der Sommermonate auf den alpinen Weiden gesehen werden, sowie eine große Anzahl an Widdern, Hasen, Bergziegen und Wölfen. In diesen Höhen zählen aber die Säugetiere nicht zu den permanenten Bewohnern.

Über der Schneegrenze bis zu einer Höhe von etwa 4.400 Metern nisten einige Vogelarten wie Bergfinken an den Felsvorsprüngen. Weitere Vogelarten sind Berggans, Felsentaube, Rebhuhn, Alpendohle und der große Wüstengimpel. Bergziegen können bis zu einer Höhe von etwa 4.500 Metern gefunden werden zusammen mit einigen Raubtieren wie der Schneeleopard.

 

In der Region Dschalalabat hat die Natur einen einzigartigen botanischen Garten geschaffen: den märchenhaften Walnusswald von Arslanbob. In einer Höhe von etwa 1.700 Metern wachsen riesige Walnussbäume, Ölweiden, Pistazien-, Birnen-, Kirsch- und Apfelbäume .

 

Der Nationalpark Sary Tshelek und die angrenzenden Naturschutzgebiete bewahren um den idyllischen Bergsee Sary Tshelek ein einzigartiges reiches natürliches Erbe mit einer unglaublichen Biodiversität. Schneebedeckte Bergketten, von ihnen entspringende Bäche und Flüsse bilden die wunderbare Kulisse.

   
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