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Der Kurilensee ist der zweitgrößte Süßwassersee Kamtschatkas. Er liegt im staatlichen Naturreservat „Juschno-Kamtschatskij“ (Südkamtschatka) und gilt als das bedeutendste Lachslaichgebiet der Halbinsel. Über den Fluss Osernaja kommen jährlich zwischen August und Dezember 2 bis 5 Millionen Rotlachse in den See. An der Mündung des Osernaja besteht seit 1964 eine ichthyologische Forschungsstation des Kamtschatkischen Wissenschafts- und Forschungsinstitutes für Fischerei und Meereskunde. Hier betreiben die Wissenschaftler
Zählungen und Untersuchungen zur Lachspopulation. Für Ökologen und Naturliebhaber ist es ein ganz besonderes Ereignis, die Massenwanderung der Fische zu ihren Laichplätzen zu beobachten. Selbst für die Bewohner von Kamtschatka stellt dies einen beeindruckenden Anblick dar.

Der Rotlachs laicht entlang des Seeufers und in vielen Flüssen und Bächen, die in den See fließen. Das lockt auch viele Fisch fressende Raubvögel (Fischadler, Seeadler, Säger) und Säugetiere an (Fischotter, Fuchs, Vielfraß, Hermelin, Bär). Die Tiere ernähren sich in dieser Zeit fast ausschließlich von Fisch und Lachskaviar.

Die Umgebung und die Ufer des Kurilensees ist seit langem als Ort mit der dichtesten Konzentration an Kamtschatkabären bekannt. Zählungen aus dem Hubschrauber haben in den letzten Jahren gezeigt, dass ihre Anzahl 100 und mehr Tiere erreichen kann.

Sie haben die Möglichkeit, das natürliche Verhalten dieser riesigen Raubtiere am Seeufer zu beobachten oder auch das Bild eines Fisch fangenden Bären mit der Kamera festzuhalten.

 

Der Gorelyj Vulkan ist ein mächtiger Schildvulkan, der sich in einem Kaldera mit einem Durchmesser von bis zu 16 km befindet. Der Vulkan weist eine außergewöhnliche Ansammlung von Kratern auf. Auf dem Gipfel des Gorelyj, der aus zwei zusammengewachsenen Vulkankegeln besteht, befinden sich 11 Krater. An den Hängen des Vulkans sind noch 30 Krater angeordnet. Am ehesten kann im Zentralen Krater die vulkanischen Aktivität bestaunt werden.  An den Kraterwänden und am Boden steigen ununterbrochen Fumarole in die Höhe, deren
Ablagerungen die Kraterwände verfärben. Der größte und schönste Krater ist wohl der Blaue See. Der Kraterboden wird von einem Schwefelsäuresee türkisblauer Farbe bedeckt, auf dessen Oberfläche Eisbrocken schwimmen. Als letzte in der Kratergruppe ist der Tschascha zu nennen. Dieser Krater liegt auf dem Gipfel eines niedrigen, wohlgeformten  Kegels. Auf dem Grund ist ein See violetter Farbe gelegen. Bei gutem Wetter kann man alle diese Krater an einem Tag besichtigen.

 

Der Mutnowskij ist 2323 m hoch und besteht aus einer Reihe zusammenhängender Krater. Es ist einer der außergewöhnlichsten Vulkane Kamtschatkas. Der Krater „Aktivnaja Varonka“ (Aktiver Trichter) befindet sich in 1800 m Höhe. Im Inneren des Kraters zieht sich ein riesiger Gletscher über die Kraterwände bis hinunter zu den Fumarolenfeldern. Hier erblickt man eine Vielzahl von Schwefelwasserstoff-Austritten, Schwefelablagerungen sowie flüssige Schwefelströme, die immer wieder aus den Schwefelkesseln austreten. Diese fantastisch und bedrohlich-schön anmutende Landschaft ergreift jeden Betrachter.

Die steilen Felswände umringen eine riesige, tiefe Kratersenke, in der ein von Spalten durchfurchter Gletscher funkelt. Weit unten schweben die Fumarolenschwaden, durch welche hindurch die Landschaften des Nordkraters und des unter Eis befindlichen Südkraters zu erkennen sind.

Über Alldem steigen massive Dampfsäulen aus den zackenartigen Kraterkamm auf. Der Anblick des Kraters ändert sich ständig. Im Krater liegen ein weißlicher See und zwei Gruppen mächtiger Fumarolen.
Neben dem Krater sind große Schlammwannen zu finden.

 

Der mächtige Vulkan Itschinskij hat einen Durchmesser von über 20 Kilometern. Mit einer Höhe von über 3.600 Metern gehört er zu den größten Vulkanen der Halbinsel. Er thront majestätisch und sehr beeindruckend mehr als 2.000 Meter über der wilden Schönheit Zentralkamtschatkas. Das Vulkanmassiv liegt etwa 70 Kilometer südwestlich von Esso auf der langgestreckten Gebirgskette. Der Itschinskij ist ein aktiver Schichtvukan, steil emporragend entstanden aus einzelnen Schichten von Lava und Ablagerungen. Er besteht aus einem durch
explosive Eruptionen geformten, 5000 Meter langen und 3000 Meter breiten Vulkankessel, in dessen Zentrum sich ein Vulkankegel entwickelt hat. Der Gipfel ist mit einem Gletscher bedeckt, der in mehreren Richtungen ins Tal fließt. Den Gipfel umgeben mehr als zehn Nebenkrater. Eruptionen vor Jahrtausenden ließen über 15 Kilometer lange Lavaströme entstehen. Zuletzt ist der Itschinskij im 18. Jahrhundert ausgebrochen.

Seine heutigen Aktivitäten beschränken sich auf das Austreten von Wasserdämpfen und vulkanischen Gasen wie Schwefelwasserstoff und Kohlenstoffdioxid.

 

Der See Ketatschan liegt im südlichen Teil des Itschinskij Vulkans auf einem Bergplateau. Der See liegt zwischen gigantischen Lavaströmen, die einstmals aus dem Sewernyj Tscherpuk Vulkan austraten, sowie Basaltextrusionen, welche bis zu 2000 m in die Höhe ragen.

Der Vulkan Sewernyj Tscherpuk befindet sich 11 km südwestlich vom Itschinskij Vulkan und stellt einen Schlackenkegel dar. Er ist von Lavaströmen umgeben, die zwar sehr frisch aussehen, jedoch vor langer Zeit ausgetreten sind.

Die Höhe des Vulkans beträgt 1679 m. Über der glatten Oberfläche des Sees schwebt die schneeweiße Kappe des Itschinskij Vulkans. Der Ketatschansee liegt in einem außergewöhnlichen Kar, der früher von einem Kargletscher gefüllt war. Der Vulkan Itschinskij ist der höchste Vulkan des Sredinnij Gebirgszuges.
Von seiner Höhe her (3621 m) nimmt er den dritten Platz unter den aktiven Vulkanen Kamtschatkas ein. Sein von Gletschern bedeckter Kegel, der sich 2,5 km über den umliegenden Gebirgszug erhebt, ist gut vom Ochotskischen Meer und von den im Nordosten aufragenden Gipfeln aus zu sehen.

   
© Mandib