leeres_bild.png

Asien  

   

Afrika  

   

Auf das Land verteilen sich drei Klimazonen; bedingt in erster Linie durch die Höhenunterschiede.

Die natürlichen Voraussetzungen ermöglichen Äthiopien eine einzigartige Vielfalt an landschaftlichen Formen: tropisch heiße Tiefebene bis 1000m mit durchschnittlich 27°C und jährlichen Niederschlägen unter 500mm, warm gemäßigte Mittellagen zwischen 1.000 und 2.500 m mit warmen 22 Grad und jährlichen Niederschlägen zwischen 500mm und 1500mm, mäßig und mit 16°C relativ kühles Hochland über 2500m mit einer steigenden Niederschlagsmenge bis 1800mm; extrem trockene Steppenlandschaften im Osten und Salzseen im Nordosten. Äthiopien hat ebenso eine einzigartige Vielfalt an Arten und Ökosystemen zu bieten. Der größte Teil des Hochlands hat Mittelgebirgscharakter. Hier herrscht gemäßigtes Klima vor.

Die Randgebiete des Hochlandes und die Einschnitte der Flüsse (Nil, Omo, Takaze) sind sehr steil ausgebildet. Der Großteil Äthiopiens wird vom Hochland von Abessinien eingenommen. In diesem weitläufigen Hochgebirge liegt auch Addis Abeba, die Hauptstadt des Landes, auf einer Höhe von 2.370 m. Höchster Berg des Hochlandes ist der Ras Daschan Terara (4.545 m)

Durch die Mitte des Staats zieht sich in Nordost-Südwest-Richtung der Große Afrikanische Grabenbruch – er wird auch Abessinischer Graben genannt. Auf dessen südöstlicher Seite schließt sich das Somali-Hochland mit dem Deemtu (4.377 m) an. Die tiefste Landesstelle befindet sich mit 116 m unter dem Meeresspiegel in der Koba-Senke am Karumsee westlich der Grenze zu Eritrea.

In Richtung des Roten Meeres regnet es im Winter mäßig und ist es im Sommer trocken. In den übrigen Landesregionen fallen die Niederschläge überwiegend zwischen Juni und September; nur gelegentliche kurze Regenschauer in den Monaten Oktober bis Mai. Zwischen Mitte Februar und April kommt es meist zu einer kleinen Regenzeit.

Der größte See ist der Tanasee. Im großen afrikanischen Grabenbruch gibt es viele meist vulkanische Seen. Der Shala ist der größte Kratersee und der tiefste des Landes. Der Langano ist wegen seines hohen Sodagehaltes einer der wenigen Seen, in denen man baden kann.

 

Aufgrund seiner abwechslungsreichen Topographie, diversen geologischen Schichten und verschiedenen klimatischen Verhältnisse ist Äthiopien die Heimat für eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt. Von der Savanne über immergrüne Feuchtwälder bis hin zu Regionen mit alpinem Klima haben sich hier viele Lebensräume etabliert; darunter auch viele Endemiten, also Arten, die weltweit nur hier vorkommen.

 

Äthiopien ist eines der acht sogenannten Genzentren der Erde:

Rund 880 Vogelarten sind in Äthiopien nachgewiesen, 23 davon endemisch wie die Blauflügelgans, die Rougets-Ralle oder der Klunkeribis.

Noch höher ist die Zahl der endemischen Pflanzen die äthiopische Flora umfasst ungefähr 7.000 höhere Pflanzenarten, von denen ungefähr zwölf Prozent nur ausschließlich in ihrer räumlich abgegrenzten Umgebung vorkommen.

Die Schirmakazie, der Baobab, Wacholder und der Maulbeerfeigenbaum sind typische Baumarten des Landes.

 

Äthiopien gilt damit als das Land mit der einzigartigsten Pflanzenwelt Afrikas.

 

Zu den 277 Tierarten des Landes sind 30 Säugetierarten - unter anderem der äthiopische Wolf, die Sömmerringgazelle, der Dschelada (oder Blutbrustpavian; eng mit den Pavianen verwandt) und

das Bergnyala (eine afrikanische Antilope) - 23 Vogelarten - unter anderem die Blauflügelgans,

die Rougets Ralle und der Klunkeribis), 3 Reptilarten (3,9 %) und 17 amphibische

Arten (31,5 %) endemisch.

   
© Mandib