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Indien Rundreisen  

   

Indien weist eine große geografische Vielfalt mit sehr verschiedenen klimatischen Bedingungen auf - vom alles überragenden Himalaya Hochgebirge im Norden über trockene Wüstenregionen in Zentralindien bis zu den tropischen feucht-schwülen Regenwäldern im Süden.

 

Am Fuße des Himalaya bestehen die fruchtbaren Ebenen des Ganges. Diese feuchten Ebenen erstrecken sich vom Grenzgebiet zu Pakistan im Westen bis nach Osten in Bangladesch.  Der Ganges fließt mit dem Brahmaputra aus dem Nordosten Indiens zusammen und in Bangladesh ein großes Delta bildend ins Meer. Es bildet sich sehr fruchtbares Agrarland. Einst von dichten Monsunwäldern bedeckt, sind die landwirtschaftlich intensiv genutzten Ebenen praktisch waldfrei.

Südlich der Gangesebene steigt das Dekkan Hochplateau auf und verläuft nach Süden bis zum Südkap aus. Im Osten und Westen bilden die Easternghats und die Westghats die Grenzen, die im Süden am Kap nahezu zusammenstoßen. Die 1.000m bis 1.300m hohen Westghats fallen scharf zum schmalen Tiefland an der Küste ab. Die Hänge der Westghats sind mit üppigen Regenwäldern bewachsen.

In den Westghats enspringen Flüsse wie der Godavari und der Krishna und durchfließen das gesamte Plateau in östlicher Richtung und münden in den Golf von Bengalen.

Nordöstlich der Hochebene im Bundesstaat Orissa und Westbengalen und an den östlichen Hängen der Westghats breiten sich weite laubabwerfende Feuchtwälder aus. Der größte Teil Indiens ist mit laubabwerfenden Trockenwäldern mit deutlich weniger Niederschlägenbedeckt.

Monsunwälder zum Beispiel an den westlichen Hängen der Westghats weisen dünnere Baumkronen und entsprechend ein dichtes Unterholz auf.

 

Charakteristisch für den Norden sind die Salbaumwälder,  im zentralen und westlichen Dekkanhochland die Teakbaumwälder und für den Süden die Sandelholzbäume. Bambusarten sind flächendeckend weit verbreitet.

In den trockeneren Teilen Indiens, wie Rajasthan, Gujarat, dem Westrand der Gangesebene oder dem zentralen Dekkanhochland, wachsen die insbesondere medizinisch genutzten, endemischen Niembäume. Im trockenen Klima haben sich offene Dornwälder ausgebildet, die in der Wüste Thar in Halbwüstenvegetation mit vereinzelten Dornbüschen übergehen.

In den feuchten Westghats haben sich größere zusammenhängende Teile der ursprünglichen, immergrünen oder halbimmergrünen Feuchtwälder erhalten. Sie sind durch die für tropische Regenwälder typische Stockwerkgliederung geprägt. Einige der hoch wachsenden Baumarten des obersten Stockwerkes werfen jahreszeitbedingt ihr Laub ab, darunter wachsende Arten sind dagegen immergrün. Aufsitzerpflanzen wie Orchideen und Farne kommen in großer Vielfalt vor.

Mangroven, salzwasserresistente Gezeitenwälder, sind nur an der Ostküste Indiens verbreitet. Die Sundarbans im Ganges-Brahmaputra-Delta weisen die dichtesten Mangrovenbestände des Landes auf. Weitere Gezeitenwälder befinden sich in den Mündungsdeltas von Mahanadi, Godavari und Krishna an der östlichen Küste der Südspitze Indiens.

 

 

Dank seiner landschaftlichen Vielfalt weist Indien einen beeindruckenden und großen Artenreichtum an Säugetieren, Vögeln, Reptilien und Amphibien sowie Fischarten auf.

Mehr als 1200 Vogelarten und 350 Säugetierarten sowie Tausende von Fisch-, Amphibien- und Reptilarten.

So zählt die Tierbeobachtung zu den Hauptattraktionen für Indienbesucher.

 

ElefantTiger1In unzähligen Nationalparks können Touristen eine riesige Anzahl seltener und exotischer faszinierender Tierarten begegnen.

Indiens größte Säugetierart ist der Indische Elefant. Er ist neben dem Bengalischen Tiger am bekanntesten und in den Bergen und Ebenen Zentral- und Südindiens beheimatet.

In der weitläufigen, fruchtbaren Ganges-Ebene leben Hirsche, Wildschweine und Elefanten. Ein atemberaubender Anblick sind die Elefantenherden, die in mehreren Teilen des Landes frei umherziehen.

Der Tiger war lange Zeit vom Aussterben bedroht. Mit großer Anstrengung, Aufklärung und der Einrichtung weiter Tigerschutzgebiete konnte sich der Bestand wieder ein wenig erholen.

In freier Wildbahn leben dennoch nur wenige Tausend Tiere.

Weitere Großkatzen wie Leoparden und Löwen im Gir Nationalpark im nordwestlichen Bundesstaat Gujarat. Der seltene Schneeleopard bewohnt das Himalaya Gebirge. Der Mungo ist die am größten verbreitete Raubtierart.

In den Sumpf- und Dschungelgebieten des wunderbaren Kaziranga Nationalparks im äußersten nordöstlichen Bundesstaat Assam sind Paarhufer wie die Wildschweine, Muntjaks (eine asiatische Hirschgattung), Sambar Hirsche, Axishirsche, Schweinshirsche, Barasinghas (eine indische Hirschart), Wasserbüffel, Gaur sowie verschiedene Antilopenarten beheimatet.

Affe2aAuch Affen sind in Indien häufig vertreten. Der Rhesusaffe gilt bei den Hindus als heilig und darf wie die Kühe und Rinder nicht belästigt werden. So erblickt man diese Affen wie auch die Kühe und Rinder überall auf dem Lande wie in den Städten. Daneben gibt es mehrere Langurenarten sowie Makaken. Bedrohte Arten wie der Bartaffe, der Nilgirilangur und der faszinierende zarte Lori leben zurückgezogen in den südlichen Regionen Indiens.

Die tropischen Wälder der Westghats beheimaten eine unglaubliche Tierartenvielfalt wie fliegende Eidechsen, Lippenbären, Leoparde, Elefanten und Gaur, Nashornvögel, Papageien und Hunderte von Vogelarten.

In den Trockengebieten von RVogel7ajasthan und Gujarat, vor allem im Dhangadhra Wildreservat, im Nordwesten leben noch einige wilde indische Halbesel und indische Gazellen.

Arten des tropischen Regenwaldes leben im feuchten Osten des Landes wie der Nebelparder und der Gibbon.

Bengalfüchse, Streifenhyänen, Rothunde, Wölfe, Schakale bewohnen weite Graslandschaften in wilden Gegenden in Zentralindien, während Lippenbären die dichten Wälder bevorzugen.

Im weitläufigen Himalaya sind die Yaks und die Trampeltiere die wichtigsten Haustiere. In Die Gebirgsregionen sind die Heimat der Blauschafe, Tibetischen Wildesel, Himalaya Bergantilopen, Himalaya Bergziegen und der seltenen Tibetantilope sowie der Moschushirsche und zahlreicher Fasanenarten. Auch Raubtiere wie der Schwarz- und Braunbär, der Tiger und der seltene Schneeleopard bevölkern das Himalaya Gebirge. Im östlichen Sikkim ist auch der seltene Rote Panda beheimatet.

Eine Besonderheit bilden im Ganges und Brahmaputra und deren Nebenflüssen die Gangesdelfine.

Indiens Vogelwelt ist mit weit über 1.200 Vogelarten sowie unzähligen Zugvögeln unbeschreiblich vielfältig.

Der Pfau und der Kingfisher sind die Nationalvögel und weit verbreitet.

 

Etwa die Hälfte aller in Indien heimischen Reptilienarten sind Schlangen wie die Brillenschlange, die Königskobra  und der Tigerpyton.

In Feuchtgebieten leben Sumpfkrokodile. Sehr selten ist der scheue Gangesgavial.

 

Im Sunderbans Delta fließt der Ganges in das Bengalische Meer und das hier entstandene Schutzgebiet bietet zwischen den Mangrovensümpfen und Wasserläufen einen guten Lebensraum für Tiger, Krokodile, Meeresschildkröten.

 

Reh_und_VogelÜber zweihundert Tierschutzgebiete und Naturschutzgebiete, darunter zweiundneunzig Nationalparks, bedecken etwa fünf Prozent der Landesfläche. Alle Tierschutzgebiete und Nationalparks sind für einen bestimmten Zeitraum während der regionalen Monsunzeit geschlossen.

   
© Mandib